Die ultimative Rock Playlist

Oder die Rettung der Partys

Musik – Unendliche Weiten

Doch mit den aktuellen Entwicklungen bin ich in keinster Weise zufrieden. Nehmen wir zum Beispiel die aktuellen Charts. Songs ohne Tiefgang haben hier die Oberhand, etwa Rihannas „Work“. Der Beginn und der Refrain sehen dabei folgendermaßen aus:

Work, work, work, work, work, work
You see me I be work, work, work, work, work, work
You see me do me dirt, dirt, dirt, dirt, dirt, dirt
There’s something ‚bout that work, work, work, work, work, work
When you a gon‘ learn, learn, learn, learn, learn, learn
Me na care if me tired, tired, tired, tired, tired, tired

Zitat dazu von Rihanna:

Sometimes I had to just stop recording because the lyrics were too deep; they would just leave me in tears.

Ein anderes Beispiel ist Mumble Rap. Ein eintöniger Beat gemischt mit Lyrics,  zur Hälfte in einer anderen Sprache, damit es sich reimt. Zwischendrin gibt es noch ein paar Ausrufe (Skarr, Skarr, Skarr, Braa)-  falls es sich doch nicht reimt.

Musik ist immer Geschmackssache und vielleicht erkenne ich den tieferen Sinn hinter den aktuellen Charts nicht. Manche Leute verstehen Moderne Kunst nicht, ich verstehe die genannten Beispiele nicht. Ich suche Tiefe in der Musik, etwa in Lyrics, die eine Geschichte bzw. Idee transportieren. Bei den beschriebenen Songs liegt der Reiz wahrscheinlich eher im Klang. Dieser ist zwar nicht wie bei einem Orchester vielschichtig oder abwechslungsreich, dennoch findet er offenbar großen Zuspruch. Musik ist Kunst und sollte deshalb keinen Regularien unterworfen sein.

Warum stören mich dann gewisse Genres? Hören muss ich sie ja beim besten Willen nicht. Oder etwa doch? Aber ja! Auf Partys. Zu meinem Leidwesen werden diese Lieder oft auf Partys gespielt. Und hier zeigt sich ganz deutlich:  Es kann nicht zu jeder Musik getanzt werden.

Bei den angesprochen Genres stehen meistens alle Gäste in einem Kreis und singen lautstark die Lyrics mit. Eine Party ist ein soziales Ereignis und eine solche gemeinsame Aktivität ist schön, geht es bei einer Party aber nicht darum, wirklich zu tanzen? Falls jemand Lieder mitsingen will, kann er sich gerne mit all seinen Freunden zuhause treffen und SingStar spielen…

Was höre ich / was wünsche ich mir

Klassik kann selbstverständlich nicht auf Partys gespielt werden. Dennoch feiere (*haha*) ich dieses Genre. Oft denke ich mir:“Die Stücke wurden mit viel Tiefe und Sinn komponiert und nicht als beiläufiger Beat für ein Popsternchen!“ Klassik kann ich jederzeit gut hören. Egal bei welcher privaten Aktivität, es entspannt einfach und macht Spaß. Ich höre den Aufwand hinter dem Stück, ein Orchester klingt bei weitem besser als ein Beat + Vocal. Es ist schade, dass dieses Genre von meiner Generation nicht besonders wertgeschätzt wird. Zeit, um dies zu ändern! Kaum erwarte ich, dass alle ab sofort 20 minütige Sinfonien hören, altes und neues lässt sich aber verbinden. Also: Falls ihr noch nicht den 3. Satz von Beethovens Mondscheinsonate auf einer sieben-seitigen E-Gitarre gehört habt, ist jetzt der passende Zeitpunkt. Ludwig van hätte dies bestimmt gefallen.

Daneben Rap. Rap mit Lyrics, die nicht menschenmöglich scheinen. Höchste Technik und Qualität. Hier ist es anders herum: Nicht die Musik, wie bei klassischen Stücken, sondern die Lyrics stehen im Vordergrund. Texte mit ernsten Themen, wobei manchmal ganze Geschichten erzählt werden. Als erstes sollte man natürlich an Eminem denken. In „Mockingbird“ verarbeitet er seine Beziehung zu seiner Tochter. Lieder wie „Rap God“ setzten neue Maßstäbe, mit einem Doubletime Part mit 97 Wörtern in 15 Sekunden, das sind 6,5 Wörter pro Sekunde! Oder „Lose Yourself“ mit endlosen Reimketten. Folgendes Video veranschaulicht dies:

Deutschrap höre ich natürlich auch. Die Interpreten zeigen meist, was überhaupt  mit der deutschen Sprache möglich ist und verarbeiten dies sehr humoristisch. Vor allem Vergleiche stehen im Vordergrund. Einige Beispiele:

Den in Sachen keiner schlägt als sei er Abel – Kollegah

Wir machen einen Mehrteiler, wie die Eltern von Moses – Kollegah

Ich zerstöre wie Angler – Kollegah

Und du fasst es nicht, wie ein schlechter Moslem – KC Rebell

Ich komm in den Club mit zwanzig Türken – Doch wir zahlen nichts, weil uns die Leute an der Tür kenn‘ – Farid Bang

(Alle Lines durchschaut?)

Durch meinen Vater und auch durch Ready Player One kam ich schließlich musikalisch auf die 80er Jahre und damit auch auf das Zeitalter des Rocks. Schnell entdeckte ich das Genre für mich. Egal ob Classic, Heavy Metal oder eben 80er, ich höre alles. Interessanter Effekt: Alle anderen kennen die meisten Lieder auch oder zumindest die Riffs und feiern diese. Oft im Radio gehört, aber keine Ahnung wie die Lieder eigentlich heißen? Hierbei helfe ich gerne: Unten finden sich zahlreiche der besten Rocksongs, die jemals erschienen sind, viele mit Wiedererkennungswert. Die Playlist wird wahrscheinlich im Laufe der Zeit immer mal wieder angepasst. Ich gebe zu: Einige der Stücken passen nicht auf eine Party, aber „Stairway to Heaven“ konnte ich beim bestem Willen nicht streichen. Ob „Fat Lips“ oder „Pour some Sougar on me“, AC/DC, Nirvana und die Foo Fighters – viel Spaß!

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