Los Angeles

Vorweihnachtszeit unter Palmen in Hollywood.

08.12.2017 – 12.12.2017

Für alle, die die Geschichte nicht interessiert, gibt es am Ende eines jeden (Weltreise-) Artikels Einschätzungen und Tipps zur Stadt in Bezug auf Unterkunft, Essen, Transport, etc.

West Hollywood

Nach einem sechs-stündigen Flug kamen wir abends in L.A. an. Die Einreise war diesmal wesentlich entspannter, trotz einzuführender Lebensmittel wurden wir einfach durchgewunken. Trotzdem dauerte es bis 23:00 Uhr bis wir den Flughafen verließen. Da ich befürchtete, dass die Rezeption unseres Hostels um 24:00 schloss, nahmen wir Uber und nicht die öffentlichen Busse. Unseren ersten Fahrer verpassten wir, da wir auf einer falschen Gebäudeebene waren. Mit dem zweiten Fahrer trafen wir schließlich mitten in Hollywood, an unserem Hostel, ein. Dieses hatte, Gott sei Dank, auch noch auf. Wir fielen in unsere Betten, diesmal standen diese aber leider in einem sechs Bett Zimmer.

Die Banana Bungalows

Aufgrund des zwei stündige Jetlags wachte ich schon gegen sieben auf. Kea ließ nicht lange auf sich warten und so gingen wir zum berühmten Hollywood Boulevard. Neben dem Walk of Fame sahen wir sogar schon das Hollywood Sign. Viel interessanter waren dann aber doch die etlosen Sterne der Stars, ich fand zu meinem Glück den von Stan Lee und Bob Marley.

Größter Held: Stan Lee

Santa Monica Pier

Nachmittags fuhren wir zum Santa Monica Pier. Los Angeles ist zwar „nur“eine Stadt, trotzdem dauert es unglaublich lange irgendwo hinzukommen. Vom Hollywood Boulevard bis zur Küste dauert es mit dem Bus mindestens anderthalb Stunden, aufgrund des starken Verkehrs aber eher zwei. In Deutschland sind zwei Stunden Fahrt eine Ewigkeit, hier Normalität.

Am Santa Monica Pier angekommen waren wir direkt begeistert. Auf unserer Reise erzählte uns immer Mal wieder jemand wie hässlich und langweilig L.A. doch sei. Für uns war es die coolsten Stadt bisher. L.A. verband das Großstadt Flair von New York mit der Schönheit und Ruhe von Montreal. Bestes Beispiel der angesprochene Santa Monica Pier. Über drei Blocks erstreckt sich eine Fußgängerzone mit einem Haufen cooler Shops. Diese endet in einem Center, wo wir uns in der Food Court leckeres Essen holten und auf dem Rooftop den Sonnenuntergang genießen konnten.

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Los Angeles war während unseres Besuches aber auch komplett in Weihnachtsstimmung. Ein obskures Bild! Da an den Straßen Palmen und keine Laubbäume stehen, konnte man auch nur jene schmücken. So war jede Palme in Lichterketten gehüllt, dies taten alle Shops und die meistens Haushalte ebenfalls. Abends leuchtete die ganze Stadt weihnachtlich, trotz der 30°C kam ein wenig Weihnachtsstimmung auf.

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Auf dem Pier selber befindet sich der berühmte Pacific Park mit dem charakteristischen Riesenrad. Da eine Fahrt 10$ kostet ließen wir dieses links liegen und gingen lieber in die angrenzende Arcade Halle.

LACMA

Am nächsten Tag besuchten wir das berühmte LACMA. Die meisten kennen davon nur den Laternenwald.

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Die restliche Austellung ist aber auf jeden Fall die 21$ wert. Vor allem die moderne Kunst gefiel uns am besten, die alten europäischen Schinken hatten wir schon zur Genüge gesehen.

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Wir besuchten sogar einen Malkurs im Museum und so dauerte der ganze Besuch viele Stunden bis 15:00 Uhr.

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Abends wollten wir dann unbedingt zu In-N-Out Burger, ein von vielen Bloggern hochgelobter Burgerladen. Da wir uns eine Busfahrt sparen wollten liefen wir die sechs Kilometer vom Santa Monica Pier zu Venice Beach, wo die Burger auf uns warteten. Wir liefen die Strecke komplett im dunkeln, da wir uns ein wenig mit der Zeit verschätzt hatten. Endlich angekommen die Enttäuschung: Es gab gerade mal drei Burger. Diese kamen dazu noch im Standard Modell Cheese, Normal und Double. Dagegen hatte es selbst McDonalds oder Burger King viel mehr zu bieten. Nichtsdestotrotz waren die Burger gut, aber auch nicht überragend. Wir weinten leise der Food Court hinterher und fuhren zurück zum Hostel.

Ganz normale Burger

Hollywood Sign

Um alle Sehenswürdigkeiten mitzunehmen planten wir einen Sunrise Hike zum Hollywood Sign. Ausgerechnet dann verschliefen wir und wachten erst gegen neun auf. Es wurde also eher ein Mittags Hike. Der Wanderweg war moderat, lohnte sich aber wirklich. 

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Neben dem Hollywood Sign und dem spektakulären Ausblick über L.A. konnten wir zum Wisdom Tree wandern, der einzige Baum der die Waldbrände 2007 überlebte.

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Weihnachtsstimmung

Abends ging es noch zum Farmers Market, besser bekannt als „The Grove“. Endlich Mal richtig weihnachtlich! Alle Bäume waren in Lichterketten gehüllt, es gab einen riesigen Tannenbaum und mehrere kleine Buden in Schneeoptik. Dazu eine riesige Markthalle mit vielen Essensständen, wobei die Hälfte Süßigkeiten anbat. Gebrannte Mandeln suchten wir trotzdem vergebens.

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Ich kaufte mir endlich einen Kissenbezug und ein paar Cookies. Mir war in meinem ganzen Leben noch nie so schlecht.

Flug verpasst?

Am letzten Tag ging es zum berühmten Venice Beach. Der Name entstand durch sechs Häuserblocks die, wie in Venedig, von Kanälen umgeben waren. Relativ unspektakulär. Ebenso der Muscle Beach, ein paar Fitnessgeräte stehen halt draußen rum.

Venice

Schnell machten wir uns daher wieder zum Santa Monica Pier auf, um den restlichen Tag dort zu verbringen.

Unsere Rucksäcke lagen noch im Hostel, so sparten wir uns die teure Gepäckaufbewahrung am Flughafen. Der Flug zurück ging um 21:30 und aufgrund der langen Fahrten machten wir uns um 15:30 auf um genug Zeit für alles zu haben. Dachten wir uns auf jeden Fall. Unser Bus kam schließlich erst gegen 15:50 und wir kamen so aufgrund des dichten Verkehrs erst um 17:45 beim Hostel an. Der anschließende Bus um 18:30 kam schon um 18:26, wir hatten das Hostel aber früh verlassen und bekamen den Bus noch, da dieser an einer roten Ampel warten musste.

Wir wurden in West Hollywood rausgelassen und sollten laut Google Maps einen „Dash“ Bus zum Flughafen nehmen. Es gab jedoch keine Haltestelle, auch Passanten konnten uns nicht weiter helfen. So suchten wir auf gut Glück und erblickten den Bus am Ende einer Straße, dieser befand sich quasi schon am abfahren. In der letzten Sekunde erreichten wir ihn noch und fuhren endlich Richtung Flughafen.

Hugh Hefner hat übrigens das Hollywood Sign gerettet. Ohne ihn ständen dort jetzt Hotels.

Damit nicht genug, denn der Verkehr war gnadenlos. Durch viele kleinere Staus kamen wir genau um 20:30 am Flughafen und rannten wie verrückt zum Check-In, dieser befand sich schon im Abbau. Es verlief dennoch reibungslos und so mussten wir nur noch die Sicherheitskontrolle hinter uns bringen. Zuerst standen wir dabei in der falschen Schlange, dann wurde unser Handgepäck auch noch einzeln kontrolliert. Schließlich rannten wir zum Gate und erwischten gerade noch unseren Flug.

Rückblickend hatten wir sechs Stunden viel Glück im Unglück. Im Endeffekt haben wir den Flieger bekommen, ganze dreimal waren es aber nur Sekunden die entschieden haben. Komplett fertig schliefen wir sofort ein.


Meinungen und Tipps

Unterkunft: Banana Bungalows

Das Hostel liegt mitten in West Hollywood. So sind der berühmte Walk of Fame, LACMA, The Grove und vieles mehr in Gehweite. Lediglich zu den Stränden dauert es ein wenig länger.

Essen: Food Court Santa Monica

Auf dem Dach des Santa Monica Centers finden sich viele Essensstände. Jeder Stand bietet dabei eine andere Richtung oder ein anderes Land an. Für jeden etwas dabei.

Sehenswürdigkeiten: Wie immer: die ganze Stadt

Die Standard Sehenswürdigkeiten kennt man ja. Ich empfehle lediglich unbedingt zum Hollywood Sign zu wandern und nicht hinzufahren.

Transport: Bus

Anders als in Kanada muss man jeden Bus einzeln bezahlen. Es werden aber nie mehr als drei Busse hintereinander sein um irgendwo hinzukommen. Der Verkehr und die langen Strecken sind aber nicht zu unterschätzen. Wie sich gezeigt hat waren selbst fünf Stunden um zum Flughafen zu kommen zu wenig.

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