Santa Teresa & Manuel Antonio

Der Beginn meiner Surf-Karriere

15.11.2017 – 08.12.2017

Für alle, die die Geschichte nicht interessiert, gibt es am Ende eines jeden (Weltreise-) Artikels Einschätzungen und Tipps zur Stadt in Bezug auf Unterkunft, Essen, Transport, etc.

Santa Teresa

Mit einem weiteren Shuttle ging es von La Fortuna in einigen Stunden an die Pazifikküste. Inklusive Fährfahrt erreichten wir schließlich die „Schönwetter-Halbinsel“. In Santa Teresa mieteten wir uns diesmal in einem Apartment ein. Nach den ganzen Hostels und Motels freuten  wir uns auf ein wenig mehr Komfort als in kleinen Zimmern mit Stockbett und Gemeinschaftsbad. Die Fotos versprachen im Vorfeld nicht zu wenig, das Apartment war der absolute Wahnsinn!

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Groß, geräumig und gutaussehend

Surfen

Viele Aktivitäten gibt es in Santa Teresa nicht. Kein Nationalpark, keine große Stadt. Lediglich einige Fahrten zu benachbarten Inseln werden angeboten. Diese ließen wir links liegen. Stattdessen buchten wir einen dreitägigen Surfkurs. Direkt vor unserem Apartment lag dazu passend der „Nalu“ Surfshop, dessen Mitarbeiter Surfstunden anbieten.

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Bei Benjamin hatten wir so an drei Tagen jeweils anderthalb Stunden eine private Surflektion. Zuvor erkundigten wir uns übers Surfen im Internet. Dies ist fast so deprimierend, als ob man Krankheitssymptome googelt… Mehrere Wochen soll es dauern, bis man die ersten Wellen reiten kann. In der Realität ritten wir dann beide direkt die zweite Welle. Der Guide im Internet hat vermutlich versucht, es sich selbst beizubringen. Mit der Führung von Benjamin klappte hingegen alles super. Klar, es gibt wahnsinnig viel zu beachten, aber Surfen ist schnell erlernt.

Ich beim Surfen

Nach dem dreitägigen Kurs holten wir uns Surfshirts und Boards für die restliche Zeit. Ich nannte mein Board Janet, nach Janet Weiss aus der Rocky Horror Picture Show. Kea ihres Joey, nach Joey Tribbiani aus „Friends“. Wir vier verbrachten eine tolle Woche. Wenngleich ohne die Führung von Benjamin Surfen um einiges schwieriger war. Dies lag auch daran, dass wir an einem anderen Strand surften. Während Benjamin uns zum „Playa Hermosa“ mitnahm, einem Anfängerstrand, mussten wir ohne Auto am Strand vor unserer Tür surfen. Hier gab es eine solch starke Strömung, dass Surfen dort nur für zwei bis drei Stunden pro Tag möglich war.

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Pura Vida!

Neben dem täglichen Surfen genossen wir das Leben, kochten natürlich viel in unserer eigenen Küche. Mit dem vorhandenen Mixer wurden zusätzlich täglich Smoothies und Cocktails gezaubert. So gab es sogar eine Lasagne, Tortillas und Caipirinhas.

Lasagnaaa!

Ich versuchte mich auch an nationalem Essen: Bohnen mit Reis. Dies klappte eher mäßig und so wurden die Bohnen in selbstgemachte Salsa umgewandelt. Das Rezept gibt es hier.

Smoothie Kochtopf

Da wir unser Budget ein wenig mehr als in Kanada ausreizen wollten, gingen wir zusätzlich zweimal essen. Zuerst frequentierten wir ein All-you-can-eat. Dort verschlang ich zwei große Pizzen, Brownies und Tiramisu. Und zum Abschluss des Aufenthalts gönnte ich mir beim Argentinier Pork Ribs.

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Den endlosen weißen Sandstrand besuchten wir natürlich täglich.

Sonnenuntergang

Die Zeit verging wie im Flug. Die zwei Wochen fühlten sich an wie nur drei bis vier Tage. Dann buchten wir schweren Herzens unser letztes Shuttle zur letzten Station in Costa Rica: Manuel Antonio.

Manuel Antonio

Unser Shuttle Richtung Manuel Antonio sollte uns gegen acht Uhr einsammeln. Eine Stunde später saßen wir immer noch in der brütenden Hitze. Wir beschlossen, dass Kea zum Büro des Anbieters gehen sollte und ich wartete weiter am vereinbarten Treffpunkt. Kea kehrte in dem Moment zurück, als das “Shuttle” ankam. Es war ein einfaches Auto.

Dieses fuhr nur uns zu einem benachbarten Strand, von dem wir ein Speedboot über den Pazifik nahmen. Auf der einstündigen Fahrt sahen wir neben Schildkröten und fliegenden Rochen sogar Delphine, die fröhlich mit unserem Boot durch die Wellen glitten.

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Nach einer weiteren Shuttlefahrt kamen wir in Manuel Antonio an. Diesmal gab es wieder ein kleines Doppelzimmer ein wenig außerhalb. Da die Busse nur 60ct pro Fahrt kosten, war dies kein Problem. In unserem Hostel trafen wir zufälligerweise David, den Schweizer, wieder, den wir damals auf einem Baum in Monteverde kennengelernt hatten. Abends gab es wieder Nudeln mit Käse-Sahne-Sauce. Irgendwie wieder auf den Geschmack gekommen, gab es dann in der Woche gleich noch dreimal dieses Gericht.

Wir lernten aber auch, dass man Obst wunderbar in der Pfanne anbraten kann. So wurden ab sofort  alle Bananen angebraten und schlussendlich machten wir uns sogar Teig, um die Bananen auszubacken.

Ein versteckter Wasserfall

Auch lernten wir Dave kennen, einen älteren Kanadier der unter dem Motto “Canadian Guy searching for warmer places” durch die Welt reist. Von Dave bekamen wir einen echten Geheimtipp: In der Nähe unseres Hostels gibt es einen versteckten Wasserfall.

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Dave führte uns freundlicherweise mitten in den Dschungel zu einem kleinen Pfad. Ab da waren wir auf uns allein gestellt. Der Pfad mündete schnell in einem Flussbett, was wir eine gute Stunde durchwateten, ehe wir am Wasserfall ankamen. Dieser mündet nach etwa fünf bis sechs Metern in einem kleinen See. Trotz einiger Felsen konnten wir problemlos einige Sprünge wagen. Kea musste ich jedoch zehn Minuten dazu überreden. Die größte Herausforderung besteht darin, zurück nach oben zu kommen. Neben dem Wasserfall hängt dazu ein ausgefranstes Seil, mit dem die fast senkrechte, nasse Wand erklettert werden muss. Schon der Weg war eine einzige Kletterei gewesen, dies toppte aber alles. So unternahmen wir nur zwei, drei Sprünge, um auf jeden Fall wieder zurückzukommen.

Vor dem Sprung

Zurück wurde geklettert

Glücklicherweise begleitete uns auf unserer Strecke die ganze Zeit ein lieber Hund, der immerhin besser klettern konnte als wir. Lediglich den Sprung vom Wasserfall ließ er aus. Der Wasserfall gefiel uns so gut, dass wir ihn einige Tage später nochmal besuchten. Dort kam uns einen geführte Tour entgegen. Einige Leute bezahlen also echt Geld für kostenlose Aktivitäten.

Ein weiterer Hund kam uns jeden Abend besuchen. Aufgrund eines genetischen Fehlers hat er zwei unterschiedliche Augen-Farben, was einfach umwerfend aussieht. Daneben besuchte uns oft eine Gecko-fressende Katze und ein kleiner Junge. Wir verstanden kein Wort und er ebenso wenig, trotzdem spielten wir oft mit ihm Fangen oder dergleichen.

Diese Augen

Der berühmte Park

Manuel Antonio ist aber nicht für seine Wasserfälle bekannt, sondern für seinen Nationalpark. Dieser bietet die  meistfotografierten Motive in gesamt Costa Rica. Der Park ist im Vergleich zu anderen mit 16$ einen ganzen Dollar teurer. Wir besuchten ihn an einem Dienstagmorgen und er war schon so früh komplett überlaufen. Zuvor hatte ich gelesen, dass nur 150 Menschen gleichzeitig den Park besichtigten dürfen, aber diese Regel gibt es wohl nicht mehr.

Durch den Park zieht sich eine zweispurige Straße, die komplett überrannt worden ist. Wenigstens auf einigen kleineren Seitenwegen war weniger los. Die Straße mündet in gleich zwei Stränden, die zu beiden Seiten einer Landzunge liegen, so dass die Strände nur wenige Meter voneinander getrennt sind. Trotz diesem eher un-naturellem Feeling sahen wir hier so viele Tiere wie in allen anderen Parks zusammen. Neu für uns war dabei aber lediglich ein kleiner Frosch.

Oh, ein Frosch

Nach stundenlangem Umherwandern entspannten wir an einem Strand. Dort wurden einem anderen Touristen von Waschbären eine Packung Toast geklaut, um die daraufhin  ein Kampf entbrannte zwischen Waschbären und Affen.

Kurz vor dem Klau

Gegen Ende unseres Besuches unternahm ich dann den Versuch, den Park über einige Felsenformationen zu verlassen. Sagen wir es so: Kea war eine halbe Stunde eher auf dem offiziellen Weg raus aus dem Park.

Quepos

Unweit von Manuel Antonio liegt Quepos, ein Ort, der um einiges schöner ist als Manuel Antonio. In Quepos sahen wir dann auch endlich einmal richtige Weihnachtsbäume. Am Pier gab es dazu einen Bananensplit von “Pops”. Ich entschied mich für Rum mit Rosinen, kondensierte Milch mit Feigen und Cos. – Bei letzterem weiß ich bis heute nicht, was es ist.

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Ansonsten besuchten wir die zahlreichen Strände in Manuel Antonio. Die Gezeiten waren hier allerdings so stark, dass es bei Flut keinen Strand gab.

Den Krebsen hat es auch sehr gefallen

Bei Ebbe konnten wir zum Glück einige Felsen erklettern.

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Als letztes wurden wir in Manuel Antonio von einer Oma beim Waschen abgezogen. Wir bezahlten 16$ für eine Waschladung und ich musste sogar nochmal zurückkehren, da sie einen Socken von mir in der Waschmaschine vergessen hatte.

Zuletzt ging es für eine Nacht zurück nach San José, damit der Flugtag nicht so stressig ist. Für diese letzte Nacht buchten wir ein “Luxus-Hostel”. Unser Doppelzimmer war beinahe so groß, wie das gesamte Apartment in Santa Teresa.

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Abends holten wir Pizza. Wir entschieden uns  schnell für die “Deep Dish” Variante, einen Mix aus Pizza und Lasagne.

Lecker!

Am nächsten Tag verließen wir San José  in Richtung Los Angeles für vier Tage Großstadt.


Meinungen und Tipps

Unterkunft: Budda Apartments / Fauna Luxury Hostel

Beides ist in der höheren Preisklasse in Costa Rica angesiedelt. Heißt “nur” um die 30€ p.P.  pro Nacht. Das Apartment hat natürlich die Nase vorn, da es mit einer eigenen Küche punktet. Auch die Lage vom Apartment war um einiges besser, da das Hostel ein wenig außerhalb liegt, mit Uber aber kein Problem.

Transport: Bus / Laufen / Uber

In den kleineren Orten konnte alles erlaufen werden, die Busse sind mit 60ct pro Fahrt aber jederzeit zu benutzen. Von Manuel Antonio fährt auch ein Bus für 6€ bis nach San José durch.

In San José nutzten wir dann wieder Uber, da es nirgendwo Auskunft über die öffentlichen Busse gibt.

Essen: Rippchen und Pizza

In dem Tiramisu Café in Santa Teresa gibt es jeden Mittwoch all you can eat – Pizza für 7.50€. Las Piedras Parrilla ist teurer, dafür um einiges leckerer. Ich kann jedem die gegrillten Schweinerippchen empfehlen.

In Manuel Antonio und Quepos finden sich zahlreiche Läden, in denen wir für gerademal  1.50€ Burger und Brownies bekamen.

Am Ende von Quepos findet sich ein kleiner asiatischer Imbiss. Hier bestellte ich für 5€ drei(!) Portionen Reis mit allerlei Gemüse, Fleisch und Shrimps.

Deep Dish Pizza ist mal etwas anderes. Ich sehe es aber als eine klare Weiterentwicklung von Pizza. Die Pizza gibt es in San José bei Pizza Picola für 6.50€.

Für ein gutes Eis empfehle ich Pops. Pops ist eine landesweite Kette, die mit ausgefallenen Sorten wie “Rum mit Rosinen” und “Kondensierte Milch mit Feigen” aufwartet. Es gibt natürlich auch normale Sorten. Es ist bezahlbar, ein Bananensplit mit drei Kugeln kostet 5€.

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