Vancouver

Unsere letzten beiden Ziele in Nordamerika: Vancouver Island und Vancouver.  Mit dabei auch wieder wundervolle Busfahrzeiten.

12.10.2017-27.10.2017

Für alle, die die Geschichte nicht interessiert, gibt es am Ende eines jeden (Weltreise-) Artikels Einschätzungen und Tipps zur Stadt in Bezug auf Unterkunft, Essen, Transport, etc.

Ein letztes Mal Greyhound

Wieder einmal unterschätzten wir die Größe Kanadas. Statt der erwarteten ein- bis maximal dreistündigen Fahrt saßen wir bis Vancouver sieben Stunden im Bus, mit dabei war aber eine zweistündige Fährfahrt. (Es ließ sich also aushalten!) Nachdem wir also mitten in der Nacht in Kamloops starteten, kamen wir gegen halb 9 morgens in Vancouver an. Geplant war, dann den Bus nach Ucluelet, Vancouver Island, zu nehmen.

An der Westküste endlich Ahornbäume

Das Problem an der Sache: Unser Anschlussbus ab Vancouver fuhr nur einmal täglich und zwar um sieben Uhr morgens. Also wurde schnell ein Hostel in Vancouver gebucht und die Weiterreise auf den nächsten Tag verschoben. Wir hatten kein Problem damit, immerhin waren wir in Vancouver gestrandet: Endlich wieder Großstadt!

Vancouver- wir verbrachten unfreiwillig nur einen Tag dort, wollten aber eigentlich gar nicht wieder weg. Davon später mehr. Am nächsten Tag ging es früh zu unserem eigentlichen Ziel. In Ucluelet waren wir wieder auf ein Motel angewiesen, da es kein erreichbares Hostel gab. Dieses Mal stellte es sich aber als echter Geheimtipp heraus. Es war mehr Hotel als Motel. Sehr sauber und gut ausgestattet, inklusive frei nutzbarem Pool, Fitnessstudio, Sauna und Waschmaschinen.

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Sogar Bäume konnten hier von innen besichtigt werden

Ucluelet ist eine kleine Gemeinde direkt an der Westküste. Im Gegensatz zu Radium gibt es hier aber wieder coole Läden und Shops, mehrere Vintage-Läden und sogar einen Comicladen. Daneben der Urwald mit endlosen Wanderwegen an der Küste entlang. Eigentlich perfekt, wenn das Wetter mitgespielt hätte.

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Regen. Nach einem ersten wolkenfreien Tag war es fast die gesamte Woche unseres Aufenthaltes über am Regnen, kein Stück blauer Himmel war zu sehen. Das Motel bot zwar Zeitvertreib, aber es war trotzdem schade, dafür die weite Reise auf uns genommen zu haben. Zudem war Ucluelet nicht gerade billig.

Nützliche Tipps überall

Dennoch nutzen wir die Regenpausen, um die Westküste bei grauem Himmel zu erkunden. Sonnenuntergänge am Leuchtturm wurden genossen – zumindest soweit es das Wetter zuließ.

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Zum Essen gab es dann natürlich Fish und Chips. Und schließlich musste ich in dem kleinen Comicladen ein Daredevil Comic von 1984 erwerben.

Abgesehen von unserem Wetterpech: Insgesamt lohnt Ucluelet sich wirklich und stimmte uns aufgrund der Vegetation schon gut auf Costa Rica ein.

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Nach dieser dann eher ereignislosen Woche ging es wieder nach Vancouver. Von der Fähre aus sahen wir dabei sogar zwei Wale – oder eher ihre Fontänen –  in der Ferne.

Vancouver

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Zurück in Vancouver nächtigten wir in dieser Woche wieder in einem Homestay etwas außerhalb. Aufgrund der Busse, die im zehn Minuten Takt fahren, kein Problem.

Neben diversen coolen Vierteln bietet Vancouver zahllose Strände, da Downtown inklusive des Stadtparks wie Manhattan auf einer Insel liegt. Und diese ist komplett mit dem Fahrrad zu umrunden!

Stanley Park

Die coolsten Viertel sind  Yaletown und Gasttown. Sie liegen direkt nebeneinander. Gasttown bietet einen Haufen Vintage-Läden und viele günstige Cafés. Yaletown dagegen Streetfood und mit der Robson Street, die Haupteinkaufsstraße mit allen bekannten Ketten.

Yaletown

Auch besuchten wir wieder in ein Science Center. Da es jedoch Samstag und am Regnen war, konnten wir meist nur Kindern an den verschiedenen Stationen zusehen. Irgendwann hatten wir dann genug. (Da hat das Science Center in Kamloops mehr Spaß gemacht!) Dem Regen war es auch geschuldet, dass Keas Sneakers danach endgültig den Geist aufgaben und neue gekauft werden mussten. In Vancouver kein Problem.

Neben der standardmäßigen Stadterkundung planten wir Ausflüge zu nahe gelegenen Parks mit Hängebrücken und Cliffwalks. Bei diesen Planungen blieb es  aufgrund des teuren Eintritts auch. Im Nachhinein: Hätten wir mal das Science  Center ausgelassen… Aber alles in allem war dies kein Weltuntergang, denn immerhin ging es wenige Tage später weiter nach Costa Rica, wo es ähnliche Attraktionen zur Genüge billiger bzw. umsonst gibt.

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Die Nachmittage in Vancouver haben wir meistens komplett in Cafés mit heißer Schokolade verbracht. Dort entstand unter anderem dieser Artikel und es wurde an Bulletjournals gearbeitet. Ein Projekt, dass Kea sich für die Weltreise gesucht hat.

Ein Bulletjournal ist ein Notizbuch

Viel wird jedoch gezeichnet

Als wir Vancouver schließlich mit dem Fahrrad umrundeten, befanden wir uns dabei, laut den Plänen, auf dem längsten ununterbrochenen Weg der Welt am Wasser für Fußgänger und Fahrradfahrer. Der Park ist  keinesfalls zu unterschätzen. Mit einem Umfang von 10 Kilometern bieten sich hier viele Wanderwege und Strände. Fast schon so cool wie der Central Park.

Second Beach

Was sich neben den Stränden von den anderen Städten abhebt, ist Granville Island. Auf der kleineren Insel unterhalb von Downtown finden sich zahlreiche Läden und eine riesige Markthalle mit zahlreichen Essens-Ständen. Die Preise hier sind angemessen, für Backpacker aber zu teuer. So reichte es gerade für ein Stück Käse und zwei Salamis.

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Insgesamt überzeugte Kanada hier wieder auf ganzer Linie mit einem besonderen Stadtbild. Vancouver leuchtet in allen Farben. Wir fühlten uns ein wenig in der Zeit zurückgeworfen, da an allen Geschäften noch 80er Jahre typische Leuchtreklamen hängen. Sogar eine Arcade Halle mit Automatenklassikern fanden wir, wo meine ganzen 25ct Stücke dran glauben mussten.

Als nächstes geht es dann für sechs Wochen nach Costa Rica.


Meinungen und Tipps

Unterkunft: West Coast Motel

Das Motel bietet für moderate Preise einen Hotelstandard. Besonders die freien Nutzungsmöglichkeiten von Fitnessstudio, Sauna und Pool sind hier hervorzuheben. Einzig allein eine Küche ist erst in den höheren Preisklassen zu haben.

Transport: Fahrrad und Bus

Während auf Vancouver Island alles zu Fuß erlaufen wird, gibt es in  Vancouver wieder das Angebot: 1,5 Stunden Busfahren für 3$.

Fahrräder können für 10$ p.P. pro Tag gemietet werden. Der beste Dienst ist Mobi by Shaw   : Es können beliebig viele 30-Minuten- Fahrten unternommen werden, die Fahrräder werden einfach nach einer halben Stunde an den Stationen, die es in jeder Straße gibt, getauscht oder abgestellt.

Essen: Yaletown / Granville Island

Neben vielen Streetfood Läden gibt es in der Robson Street viele Foodtrucks. Diese bieten teilweise eher ausgefallene Sachen an, zum Beispiel alle Varianten von gegrilltem Käse.

Einer der Foodtrucks

Auf Granville Island fanden wir in den Markthallen so gut wie jedes Gericht, allerdings zu Restaurant Preisen. Geheimtipp hier: Der einzige Donutstand. Hier werden vom vorherigen Tag Donuts und Donutsholes extrem billig angeboten. 20 Donutsholes haben uns insgesamt 4$ gekostet.

Sehenswürdigkeiten

Vancouver Island

Der Wild Pacific Trail zieht sich an ganz Ucluelet vorbei. Hier auf keinen Fall den Artist Loop, Tree Trail und Sonnenuntergang am Leuchtturm verpassen.

Vancouver

Die Stadt

Am sehenswertesten sind die beiden Viertel Yaletown und Gasttown mit der Robson Street. Daneben Granville Island und der Stanley Park.

Suspension Bridge Park

Falls man nicht gerade weiter nach Mittel- oder Südamerika fliegt: Auf jeden Fall mitnehmen! Der Park umfasst für 30$ einen Cliffwalk, einen Pfad in den Bäumen und die berühmte Hängebrücke. Ab November wird hier außerdem zusätzlich alles beleuchtet.

Science Center

Auf Tage achten, an denen es wahrscheinlich leer sein wird. Den Eintritt von 18$ würde ich aber in andere Dinge investieren.

Vancouver Lookout

Selbsterklärend. Im Gegensatz zu anderen Lookouts ist das Ticket aber den ganzen Tag mehrmals zu benutzen. So kann man Vancouver tags und nachts sehen.

 

 

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